Samstag Medellin

Nach entspannendem Schlaf und leckerem Frühstück ( Hotel Sites wirklich sehr angenehm) machten wir uns auf den Weg in die Stadt, man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll….. Zunächst ging es zur Plaza Botero, auf dem Platz sind viele Bronzeskulpturen dieses kolumbianischen Künstlers aufgestellt, es macht mir immer wieder Spaß seine Kunstwerke zu besuchen. Anschließend mit der Metro und Metrocable zum Parque Arvi, ein riesiges Park-und Waldgebiet, das als Naherholungsgebiet für Medellin dient. Es gibt Picknickplätze, ein Hotel, einen See mit Bootsverleih, ein Schmetterlingshaus.Geführte Touren informieren über Ökologie oder Archäologie. Wir genossen die kühleren Temperaturen in dieser Höhe über dem Tal von Medellin, das ja auch bereits 1500 m hoch liegt.

Freitag Weiterreise nach Medellin

An diesem Tag flogen wir vom nationalen Flughafen Ibagué in 40 Minuten nach Medellin und ersparten uns so eine 8stündige Autofahrt. … Medellin hat sich nach den schlimmen Jahren inzwischen zu einer innovativen und aufstrebenden Stadt entwickelt und bemüht sich den schlechten Ruf los zu werden! Kultur, Kunst und städtebauliche Projekte sollen helfen diese zweitgrößte Stadt des Landes nach vorne zu bringen. Natürlich sieht man auch viel Armut, aber es herrscht ein unglaubliches Treiben auf den Straßen und Plätzen und ansteckende Lebensfreude. Medellin besitzt die einzige Metro Hochbahnlinie Kolumbiens und besonders fortschrittlich ist die Seilbahn, die die ärmeren Viertel an den Hügeln mit dem Zentrum verbindet. Abends unternahmen wir einen Ausflug zum Parque Lleras, überall Musik, flanierende Menschen und Restaurant an Restaurant.

Donnerstag Finca Ibagué und Ausflug zu den Cascadas de Chicala

Nach dem wunderbaren Frühstück machten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen, die ich beim letzten Mal auch auslassen musste, denn der Weg ist mit Krücken niemals zu bewältigen….

Mittwoch Reisetag nach Ibagué

Erstmal richtig ausschlafen und in der neuen Zeitzone ankommen. Kleiner Spaziergang durch das Viertel und Mittagessen in einem Corrientazo mit günstigen Mittagsmenüs. Dann brachte uns Dianita zum Busbahnhof und reibungslos könnten wir umgehend einen komfortablen Reisebus besteigen um nach Ibagué zu starten. Allerdings dauerte es mal wieder 2,5 Stunden bis sich der Bus durch den Stau (Bogotá ist die staureichste Stadt der Welt ) aus der Stadt gequält hatte. Dann ging es flott in über die kurvenreiche Strecke der östlichen Kordillere nach Ibagué, wo wir nach insgesamt 5 Stunden ankamen. Don Pedro holte uns ab und langten an der Finca an, die ich diesmal glücklich auf zwei Beinen betreten konnte!

Montag Rio

Das heutige Programm umfasste eine Fahrt mit der alten Straßenbahn „Tram Bonde“ durch das Viertel Santa Teresa, mit interessanten Ausblicken über Rio , alten Häusern im Kolonialstil und verwinkelten Gassen. Spätnachmittags die Fahrt auf den Pão Açucar, der leider schon ein wenig in den Wolken lag, die sich wenig später wieder zu einem veritablen Gewitter entwickelten, das schließlich zu Stromausfall in der Mittelstation ! komplett nassen Schuhen und Haaren führte sowie zu der Befürchtung die Nacht dort oben verbringen zu müssen…. aber alles ging gut aus und wir können morgen früh um 4h wieder starten… der Flieger nach Bogotá geht (hoffentlich) um 6.25h ab! Dann fliegen wir 6 Stunden nur über Brasilien ! um nach 7 Stunden in Kolumbien anzukommen.

Sonntag Rio Ipanema

Heute sind wir an der Copacabana entlang zum Forte de Copacabana (www.burgerbe.de/2014/06/18/fort-de-copacabana-krupps-kanonen-vor-rio/) geschlendert , vorbei am Sonnenuntergangsspot Arpoador (ohne Sonnenuntergang) zum Ipanema Strand, der angeblich noch schöner sein soll….. Naja , schwer zu sagen. Es war jedenfalls sehr gut besucht mit Familien und zahlreichen Riobewohnern! Dahinter erstreckt sich mit Ipanema ein wohl teures Viertel. Abends gab es ein gewaltiges Gewitter, Blitz folgte Blitz bei wolkenbruchartigem Regen …

Samstag Rio

Der Strand ist wirklich toll, weil so voller Leben. Das Wasser hat genau die richtige Temperatur und ein paar nette Wellen, man kann sich wunderbar treiben lassen. Allerdings ist es nicht sehr klar und sauber…. Ich hatte viel Spaß den unzähligen Strandverkäufern zuzuschauen, die ständig wieder Neues anpreisen, Käse frisch auf einem Minigrill zubereitet, Kokusnusswasser, Bikinis, Strandtücher und und und ….. natürlich konnten wir bei Caipirinha irgendwann nicht widerstehen… Lecker!

Heute am Samstag wurden wir um 7h (!!!) von Tiago am Hotel abgeholt. Er lebte 12 Jahre in D und sprach sehr gut deutsch. Der frühe Termin bescherte uns einen frühen Start mit der Zahnradbahn (schweizer Mitwirkung!) hinauf zum Christo Redendor durch dichten urwaldähnlichen Wald und mit ausreichend Platz um sich auf de Plattform noch frei zu bewegen. Der Blick hinunter über die riesigen Ausdehnungen Rios (13 Millionen Menschen im gesamten Einzugsbereich) ist wirklich sehr beeindruckend und sehr schön. Gegen 9h trafen die ersten großen Touristengruppen ein und wir machten uns bereits wieder an die Abfahrt. Das Wetter meinte es gut mit uns und wir hatten tolle Blicke. Anschließend ging es weiter zur Escadería Selarón. Dies ist ein detailreiches Meisterwerk von dem chilenischen Künstler Jorge Selarón, der es 1990 als Hommage an seine Lieblingsstadt begann. Bunt bemalte Fliesen, Keramikkacheln und Bruchstücke von Zusendungen aus aller Welt wurden hier angebracht und ergeben ein farbenfrohes Kunstwerk. Findet ihr deutsche Fliesen? Es folgte der Besuch eines Benedektinerklosters mit unglaublichen Goldverzierungen und der Besuch des Porto Maravilha, an alten Lagerhäusern hat der Brasilianer Eduardo Kobra wunderschöne Graffitis an die Wände gezaubert: sie stellen die Köpfe der verschiedenen Völker der fünf Kontinente in Portraitform und leuchtend bunten Farben dar. Es ist das größte Streetart Kunstwerk weltweit und steht für die Individualität und doch Gleichheit der Menschen. Einen weiteren Höhepunkt bildete dann der Besuch der Favela Rocinho, der sehr beeindruckend war. Obwohl aus der Not geboren ist dies ein Beispiel einer Gemeinde mit festen sozialen Regeln, wo einer auf den anderen aufpasst und keiner dem anderen schaden darf. Gerne hätten wir dort noch längere Zeit verbracht und einfach nur beobachtet. Ein sehr interessanter Vormittag geht zu Ende und wir verabschieden uns herzlichvon Tiago und müssen erstmal mit einer kleinen Siesta all die Eindrücke verarbeiten.

Freitag Rio de Janeiro

Nach einem 11stündigen entspannten und wunderbar betreuten Flug morgens um 5.30 h mit Sonnenaufgang in Rio gelandet. Haben uns nach einigem Hin-und- Her für Taxi entschieden und wurden durch unglaublichen Stau zur Copacabana gefahren. Es ist seeehr warm, ca 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das Hotel ist in Ordnung , wir graden uns ab und wohnen nun im 25. Stock mit schönem Blick auf die Copacabana. Unter uns pulsiert der Verkehr. Zunächst geht’s zum Frühstück mit Blick! Dann noch ein bisschen Entspannung im Zimmer und wir sind bereit für die nächsten Abenteuer!